Rückblick PAX 2011

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Neue Fachmesse für Gießen: Die erste PAX schloss mit rund 700 Besuchern

Hessische Messe für Bestattungskultur gab der Branche Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Öffnung gegenüber der Bevölkerung

Mit rund 700 Besuchern, darunter ein hoher Fachbesucheranteil, schloss die neue Hessische Messe für Bestattungskultur PAX. Mit dem neuen Konzept, das als bundesweites Novum am Sonntag auch für Privatbesucher öffnete, konnte so eine neue Fachmesse für Gießen und die Region erfolgreich eingeführt werden.

 

Von den knapp 70 Ausstellern durchgehend positiv bewertet wurde die Vielfalt des Messespektrums, das sich auf über 3.500 m² erstreckte.

 

Am Stand von Pludra beispielsweise, eines der führenden Ausstatters für Bestattungsunternehmen, wurden Neuheiten des Sarg- und Urnensortiments gezeigt, darunter mit liebevollen Widmungen versehene Urnen und Särge mit fotorealistischen Aufdrucken oder aus Wasserhyazinthen-Geflecht. Von den Fachbesuchern am Stand seien besonders hochpreisige technische Geräte nachgefragt worden, so dass die Messe für sie auch ein finanzieller Erfolg gewesen sei, konnte das Celler Unternehmen berichten.

 

In der Nähe zu den lokalen Bestattungsunternehmen sieht Walter Zimmermann, dessen Seefelder Unternehmen ein umfassendes Sortiment an Zubehör für Bestattungen und Trauerfeiern anbietet, den größten Vorteil regionaler Messen, die eingehende Verkaufsgespräche und die detaillierte Vorstellung von Produktneuheiten erlauben.

 

Zu diesen zählten unter anderem auch die neuartigen Sarg- und Urnenverzierungen mit Swarovski-Kristallen von Cascada aus Freiburg oder das Konzept des Memoriam-Gartens, das der Landesinnungsverband der Steinmetze und Steinbildhauer, der Hessische Gärtnereiverband und die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Fachpublikum und Öffentlichkeit mit einem ansprechend gestalteten Mustergarten vorstellten.

 

Großen Zuspruch fand das von Hermann Hubing geleitete Podiumsgespräch „Bestattungskultur quo vadis? – Wohin geht der Trend bei Bestattungen?“, das die zwei gegenläufigen Tendenzen der Discount- und Individualbestattung beleuchtete. Mit Fritz Roth, Initiator der noch bis einschließlich Donnerstag geöffneten Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“ und Leiter einer Trauerakademie, dem Trauerforscher Helmut Ramsaier, dem selbsternannten „Discount-Bestatter“ Hartmut Woite, der unter anderem Beisetzungen in Tschechien anbietet, und dem Event-Bestatter Heiner Schomburg, entspann sich eine informative und kontroverse Diskussion, die mehr Aufklärungsarbeit sowie mehr Individualität im Rahmen der rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten forderte.